Klasse 5d: Hinterm Tellerrand geht’s weiter

Hinterm Tellerrand geht’s weiter – weltbewusst essen und leben

In der Projektwoche vom 17.-20.12 stellten die Schülerinnen und Schüler der 5d das Swasiland in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Die Klasse hat über die Kindernothilfe eine Patenschaft für einen Jungen aus dem Swasiland übernommen. So lag es nah, sich näher mit dem Land und dem Leben der Menschen dort zu befassen.

 

Eine Ausstellung von Don Bosco, die das Land Südafrika in tollen Bildern zeigt, stimmte uns ein. Eine weitere Hilfe war für uns das Material „Champions for South Africa – Join the game!“

 

Das Land und seine Menschen

 

So schauten wir am Montag zunächst, wo dieses Land liegt, welche Landschaften es gibt und wie das Familienleben aussieht. Auch ein Film brachte uns die Menschen aus dem Swasiland näher. Wir verglichen die Lebens- und Bildungssituation im Swasiland mit der in Deutschland.

Das Swasiland grenzt an Südafrika und Mosambik. Es ist ungefähr so groß wie Schleswig-Holstein und das zweitkleinste Land in Afrika. Nur Gambia ist noch kleiner. Es ist ein sehr schönes Land mit freundlichen Menschen, die für die Besucher am Straßenrand schon ´mal ein kleines Tänzchen aufführen. Sanfte Hügel, glitzernde Flüßchen und malerische Täler beeindrucken ebenso wie unzählige Wasserfälle und viele Wildreservate. Seit 1907 war es britisches Protektorat und seit 1968 ist es unabhängig. 1977 wurde das Parlament abgeschafft und nun ist es die letzte absolute Monarchie Afrikas. Es regiert König Mswati III, er hat 12 Ehefrauen und lebt im Luxus. Die AIDS-Rate liegt bei 25-30 % - jeder 3. Erwachsene! Es ist die höchste Rate weltweit. Die Menschen werden ca. 48 Jahre alt. 2/3 der Bevölkerung leben von weniger als einem Dollar pro Tag. Wiederkehrende Dürren sorgen für große Armut und Hunger.

 

Ausgehend von einem südafrikanischem Volkslied, inoffizielle Nationalhymne der Schwarzen, tanzten wir unter Anleitung von Frau Herlyn-Kern den Gummistiefeltanz. Dieses Lied, Shosholoza, wurde von den Minenarbeitern auf dem Weg zur Arbeit gesungen. Die Arbeiter in den Goldmimen protestierten damit gegen die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Schwarzen. Da sie nicht reden durften, verständigten sie sich durch Stiefelklappern. Auch andere afrikanische Rhythmen animierten uns zum Tanzen und brachten uns den afrikanischen way of life sehr nahe.

 

Am Dienstag lag unser Augenmerk auf dem Thema  „Ernährung im Swasiland“.

Wir recherchierten, welche Früchte und Gemüse die Kleinbauern anbauen. In den kleinen Gärten vor ihren Hütten wachsen Bananen, Blumenkohl, Lauch, Zwiebeln, Tomaten, Möhren, Spinat, Kohl, Zuckerrohr und Mais.

Wichtig war dabei, dass die Kinder erfuhren, wie der Faire Handel hilft, dass die Kleinbauern auch angemessene Preise für ihre Waren erhalten und so ihr Überleben gesichert wird. Dadurch müssen die Kinder nicht mehr so viel auf dem Feld helfen und können zur Schule gehen. Hauptsächlich ernähren sich die Menschen von Maisbrei und Bohnen oder Kraut. Gegessen wird mit der rechten Hand, die linke gilt als unrein.

Anschließend spazierten wir zum EINE WELT LADEN. Die Kinder waren sehr interessiert und fanden es spannend, wie viele unterschiedliche Waren es dort gibt und aus wie vielen verschiedenen Ländern sie konmen. Besonders achteten wir darauf, welche Waren denn aus Afrika stammen: Kakao, Kunstgewerbe, Schokolade, uva.m.

Die Schülerinnen und Schüler nutzten auch gleich die Gelegenheit kleine Weihnachtsgeschenke zu besorgen: Schlüsselanhänger, Ketten, Holzkreisel, Freundschaftsbänder etc.

Als Fairer Handel wird ein kontrollierter Handel bezeichnet, bei dem den Erzeugern für die Produkte mindestens ein von Fair Trade Organisationen festgelegter Mindestpreis bezahlt wird, welcher über dem jeweiligen Weltmarktpreis angesetzt ist. Auch Umwelt- uns Sozialstandards, die von den Organisationen festgelegt werden, sollen eingehalten werden. Zum Abschluss des Tages gestalteten die Schülerinnen und Schüler Plakate zu den Themen: Leben und Ernährung im Swasiland, Fairer Handel, Infos zu unserem Patenkind.

   

Am Mittwoch informierten wir uns genauer über  Nahrungsmittel, die im Swasiland und in Südafrika wachsen:

tropische Früchte wie Bananen, Ananas, Kokosnüsse, Orangen, Mangos, Guaven, Mais, Bohnen ……….. Wir liefen zu Real, um zu sehen, welche dieser Produkte es dort gibt und staunten nicht schlecht, wie viele afrikanische Lebensmittel wir fanden. So lernten die Kinder auch einiges Neues kennen und probierten anschließend auch die Früchte, die sie zuvor nicht kannten. Außerdem war dies nochmals eine gute Gelegenheit zwischen „normal“ und „fair“ gehandelten Produkten zu unterscheiden.

Die Schülerinnen und Schüler verglichen anschließend ihren Tagesablauf und ihre Essgewohnheiten mit dem Tag und dem Essen der Kinder im Swasiland.

 

Am Donnerstag begannen wir die Präsentation mit einem Fairen Frühstück, mit Lebensmitteln aus dem EINE WELT LADEN. Dazu gab es Brot und Brötchen von der Biobäckerei Schomaker. Auch bei diesem Frühstück gab es viele neue Geschmacksrichtungen zu entdecken.

 

Danach besuchte uns, die Klassen 5d und 8f, Herr Sanwidi von Gemeinsam für Afrika. Er hatte viele Trommeln dabei und die Kinder trommelten unter seiner Anleitung mit großer Freude. Herr Sanwidi brachte auch einen Korb voller Kochbananen mit, die auf seine Anleitung hin von den Oberstufenschülern zubereitet wurden. Dies ist ein Rezept aus seiner Heimat Burkina Faso. Da sich dieses Gericht aber auch im Swasiland großer Beliebtheit erfreut, passte es sehr gut.

Zum Abschluss der Projektwoche aßen wir die lecker zubereiteten Kochbananen. Für einige Kinder war der Geschmack gewöhnungsbedürftig, doch sie probierten sie.

 

So ging eine ereignisreiche Projektwoche fröhlich zu Ende.

Wir haben in der Projektwoche natürlich Vieles nur anreißen können, doch die Schülerinnen und Schüler haben nun eine gute Grundlage an Wissen von globalen Zusammenhängen. Darauf kann aufgebaut werden!

 

 

 

 

 

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