„Armut in all ihren Formen und überall beenden!“ – Unesco-Schüler sammeln für die Tafel

Spendenübergabe durch Unesco-Lehrerin Kirsten van den Heuvel (links) mit ihren Schülern Efe Erbozkurt, Miko Park und Julia Hellmanns an Belanda Fritsch (2. von rechts) und Hansi Dörsch (rechts) von der Kindertafel Kamp-Lintfort

„Brennpunkt Zukunft“ - so lautete das Jahresleitthema der UNESCO Schule Kamp-Lintfort. Im Rahmen der Auseinandersetzung mit diesem Thema fanden an der Gesamtschule dazu drei Projekttage statt.

Die Agenda 2030 wurde in einer „Sternstunde“ der UNO im September 2015 auf einem Gipfel der Vereinten Nationen von allen Mitgliedsstaaten verabschiedet. Das erste Ziel der Agenda 2030 „Armut in all ihren Formen und überall beenden!“ fand bei den UNESCO-Schülern besondere Beachtung. Eine Woche wurden unter der Regie der Oberstufenschüler Jan-Niklas Hagmanns und Louisa Klabunde haltbare Lebensmittel für die Tafel Kamp-Lintfort gesammelt.

Auch die Kindertafel Kamp-Lintfort besuchte in der Projektwoche mit ihrem Bus die Schülerinnen und Schüler der 6b.

Die mobile Kindertafel mit ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern Hansi Dörsch und Belanda Fritsch (von links) informieren die Schüler der 6b über der vielfältigen Aufgabe der Kindertafel

Die Kamp-Lintforter Kindertafel ist seit über zehn Jahren aktiv. Sie ist vom Verein „Klartext für Kinder – aktiv gegen Kinderarmut“ ins Leben gerufen worden. Sie versorgt an verschiedenen Standorten rund 100 Kinder mit gesundem Essen. Belanda Fritsch: „Bei uns gibt es immer einen Salat, eine warme Mahlzeit und einen Nachtisch - und manchmal auch ein bisschen Zuwendung – und das alles kostenlos!“ Hansi Doersch berichtet: „Unseren Bus haben wir damals der NIAG abgekauft und  mit deren Auszubildenden so umgebaut, dass wir vor Ort kochen konnten. Der Bus, der jetzt im Einsatz ist , wurde uns von dem Busunternehmen Schlothmann überlassen. In erster Linie geht es  der Kindertafel um ein Grundbedürfnis: Essen. Die Kinder können mit ihren Mitschülern zu Mittag essen, ohne dass sie stigmatisiert oder als arm abgestempelt werden.“

Hansi Dörsch und Belanda Fritsch im Bus der Kindertafel

Die Unescoschüler erfuhren, dass über 15 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland von Einkommensarmut betroffen sind. Sie leben in Familien, die mit weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Haushaltsnettoeinkommens auskommen müssen oder staatliche Grundsicherung beziehen. Die Kindertafeln bieten deshalb Projekte rund um das Thema Ernährung wie Kochkurse und Schulfrühstücke an. Tafeln zeigen Kindern, wie sie gesunde Lebensmittel zubereiten können und welche Lebensmittel gut zusammen schmecken.

Schulleiter Jürgen Rasfeld: „Durch diese vielen Projekte fördern Tafeln gezielt die soziale Teilhabe, das Wohlergehen und die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen, die sonst häufig Ausgrenzung erfahren. Mit ihrer schnellen und unbürokratischen Hilfe lindern die Tafeln die Folgen von Armut in einer reichen Gesellschaft - sie stehen mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit für Solidarität und Mitmenschlichkeit.“

Die Schüler der 6b waren vom Engagement  der ehrenamtlichen Mitarbeiter sehr begeistert. Zusammen mit ihren Klassenlehrerinnen Eva Mischke und Kirsten van den Heuvel wurde eine Sammelaktion ins Leben gerufen. So konnte der Kindertafel eine Spende von 144 € überreicht werden.

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